E-Mobilität ist nur dann “einfach”, wenn sie immer, überall und für jeden funktioniert. Von RFID-Lösungen, über offene OCPP-Schnittstellen bis hin zur vorprogrammierten OCPP-Lösung in Kooperation mit unserem Partner Monta Platform, bieten die RZB Energy Ladesäulen verschiedene Möglichkeiten. 

Zunächst möchten wir jedoch einige Begriffe näher erläutern, denn auch wenn e-Mobility für den Endanwender so einfach wie möglich sein sollte, gibt es für Betreiber von Ladesäulen ein kleines Vokabular zu lernen. Technologie easy erklärt: 

 

Authentifizierung 

Der Vorgang der Authentifizierung beschreibt den Nachweis einer Identität. Im Alltag ist es zum Beispiel in Deutschland jeder Person ab 16 Jahren empfohlen, sich im öffentlichen Raum “authentifizieren” zu können und in diesem Sinne den Personalausweis bei sich zu tragen. Der Ausweis gilt dabei als Identitätsnachweis, kann mit der Person selbst (äußere Merkmale) und zusätzlich durch die Abfrage der zum Ausweis hinterlegten Daten überprüft werden.

Im Rahmen von IT-Anwendungen erfolgt die Authentifizierung durch Abgleich eines Datensatzes. Beispielsweise wird auf einem Chip ein Benutzername und ein Passwort in elektronischer Form gespeichert. Sollte eine Authentifizierung nötig sein, können diese hinterlegten Daten auf Vorhandensein in einer dazugehörigen Datenbank abgeglichen werden. Nur wenn die entsprechenden Daten existieren, ist die Authentifizierung erfolgreich.

Authentifizierung spielt eine entscheidende Rolle für den Ladevorgang von E-Fahrzeugen. Insofern eine Wallbox zu Hause in der verschließbaren Garage installiert ist, scheint alles noch ganz einfach. Authentifiziert ist, wer den Schlüssel zur Garage hat.

Aber bereits auf Firmenparkplätzen und natürlich an öffentlichen Ladepunkten besteht ein berechtigtes Interesse daran, nur einem gewissen Personenkreis Zugang zur Ladesäule bereitzustellen oder aber eine Zahlungsabwicklung an der Ladesäule zu gewährleisten. Hierfür ist der Austausch von Daten nötig.

 

RFID

Radio-Frequency-Identification beschreibt den kontaktlosen Datenaustausch zwischen einem Transponder und einem Lesegerät. Hierfür wird vom Lesegerät ein elektromagnetisches Feld aufgebaut. Wird der Transponder innerhalb dieses energetischen Feldes gebracht, so wird er aktiviert. In diesem Stadium können die auf dem Transponder hinterlegten Daten gelesen und mit einer Datenbank abgeglichen werden. 

Im Kontext von E-Mobilität wird die RFID-Technologie genutzt, um nur einem bestimmten Personenkreis Zugang zur Ladesäule zu verschaffen. So könnte zum Beispiel ein Unternehmen alle Mitarbeiter mit einem RFID-Chip ausstatten. Die Mitarbeiter können sich an der Ladesäule mit ihrem Transponder identifizieren, die Ladesäule wird freigeschaltet und der Ladevorgang kann gestartet werden.  

In diesem Zuge können durch die Authentifizierung auch Daten zum Tankvorgang erhoben, gespeichert und ausgewertet werden. So kann für ein Unternehmen von Interesse sein, welcher Mitarbeiter wann wie viel Strom in sein Auto geladen hat.

 

OCPP

Für Mitarbeiter auf dem Firmenparkplatz stellt RFID eine einfache Möglichkeit dar. Doch sobald mit regelmäßigen Besucherströmen in hoher Anzahl zu rechnen ist, stellt sich erneut die Frage nach der Abwicklung des Ladevorgangs. In diesem Szenario, aber auch in nahezu allen öffentlichen Bereichen kommt an dieser Stelle der OCPP-Standard zum Tragen.

OCPP steht für Open Charge Point Protocol und hat die grundlegende Funktion der Kommunikation zwischen Fahrzeug, Ladestation und einem zentralen Lademanagementsystem. Es handelt sich beim OCPP um ein Anwendungsprotokoll, das mittlerweile weltweit als Standard im Bereich Ladesäulen eingesetzt wird. 

Genereller Vorteil des OCCP ist, dass kleine Ladesäulen-Netzwerke oder Gebiete, in welchen ein Betreiber seine Aktivitäten einstellt, schnell und einfach in bestehende Netze integriert werden können. Das “Open” steht somit für die Offenheit und Flexibilität des Protokolls und daher für die Integrationsfähigkeit der Ladesäulen in verschiedene Managementsysteme. OCPP schafft Unabhängigkeit für alle Beteiligten. 

Neben vielen weiteren Daten, welche mit Hilfe des OCPP einfach übermittelt werden können, sind die Abrechnungsdaten wohl von besonderem Interesse. Dank des offenen Protokolls können verschiedenste Anbieter ihre Software “auf die Ladesäulen aufspielen”. Ob der Endnutzer dann mit EC-, Kreditkarte oder gar Google- oder Apple Pay bezahlen kann, hängt vom Angebot des Abrechnungsdienstleisters ab. An dieser Stelle gibt es keine einzig wahre Lösung, sondern unzählige Wege, die an die Bedürfnisse und Wünsche des Betreibers angepasst werden können. 

 

OCPP @ RZB Energy 

Alle RZB Energy-Produkte verfügen über eine offene OCPP-Schnitstelle, zugleich besteht eine Kooperation zwischen Monta Platform und RZB.  Somit kann ein Backend-System ab Werk für Abrechnungsmodalitäten zur Verfügung gestellt werden. Monta arbeitet mit weltweit anerkannten Zahlungsabwicklungs-Dienstleistern zusammen. Dadurch ist nicht nur das Laden, sondern auch die Abrechnung für Nutzer sowie Betreiber spielend leicht gestaltet. Ein Zwang zur Verwendung des Monta-Systems besteht aber keinesfalls:  Im Falle der Entscheidung für ein anderes Backend-System, kann selbstverständlich auf eine beliebige andere OCPP-kompatible Plattform geroutet werden. 

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